Mit einem Bauernhof verliert man die Bodenhaftung nicht

Sagt einer, der es wissen muss. Sepp Kröll weiß, wovon er spricht. Denn das Wiesergut ist, was es immer war: ein Refugium für Natur- und Erholungssuchende. Familie Kröll war eine der ersten, die vor vielen Jahren Urlaub am Bauernhof anbot. Bodenständig, mit Kontakt zur Natur und einem besonderen Flair.

Die Umgestaltung des Guts in ein ganz besonderes Designhotel war ein Prozess, den die Eltern von Anfang an mitgetragen haben. Immer im Vertrauen auf die visionären Ideen der Jungen. Das Ergebnis? Kann sich sehen lassen. Aber immer noch spielt die Natur die Hauptrolle im Wiesergut. Beispiele gefällig? Das traditionelle Wiesernbrot, das im Holzbackofen nach altem Rezept gebacken wird, lässt Gäste auch heute noch an der Geschichte dieses Ortes teilhaben. Da sind aber auch noch die Tiere des Bauernhofs, die Garant sind für kurze Wege und langen Genuss. Speck, Fleisch vom Pinzgauer Rind und Milchkalb, Milch und Eier stammen nämlich aus eigener Erzeugung. Und von seinen Tieren, da kann Sepp Kröll einiges erzählen.

Wenn die Rindviecher „durch“ sind

Haben Sie schon einmal beobachtet, wie sich Rindviecher gebärden, wenn sie in ihrer Ruhe gestört werden? Durch einen nicht angeleinten Hund beispielsweise. Oder unvorsichtige Spaziergänger, die sich zu nahe an den Nachwuchs heranwagen. „Alles schon vorgekommen“, erzählt Sepp. Dann hieß es für die Betroffenen, die Beine in die Hand zu nehmen und Boden zu gewinnen.

Sonst liebt es Sepp, bei seinen „Ladies“ zu sein. „Meine Tiere geben mir Kraft und Ausgeglichenheit“, erzählt er. Ob im Stall oder auf dem Feld, die Ruhe seiner Tiere färbt auch auf ihn ab. Herunterkommen, relaxen, das ist es, was er ganz besonders schätzt, wenn er bei seinen Kühen auf der Wieseralm ist.

Sepp Kröll
Sepp Kröll

Mit einem Bauernhof verliert man die Bodenhaftung nicht. Die Tiere, das Kümmern, das Eingliedern in den Lauf der Natur, die sich nichts diktieren lässt, erdet dich wieder, wenn du abzuheben drohst.

Naomi, die Herzensdame

Einen besonderen Platz in Sepps Herzen hat Naomi. Naomi wer? Naomi, das Kälblein. Weil es so schöne lange Wimpern hat. Schweine, Hennen und Katzen komplettieren die wiesergut’sche Menagerie. Eines ist sicher: Auf dem Wiesergut verbindet Sepp die Welt der Hotellerie mit seinem Hobby als Bauer unaufgeregt, folgerichtig und mit richtig viel Liebe. Auf wiesergut’sche Art eben. Nachhaltigkeit, wie man sie sich wünscht.